Herbstlicher Maronenzopf – Fluffiger Hefezopf mit Maronen-Creme-Füllung

Hefezopf mit Maronen Creme Füllung | Madame Dessert

Egal ob du sie Kastanien, Maronen, Keschde oder Keschtn nennst: Maronen gehören für mich einfach auf eine herbstliche Kaffeetafel. Deshalb verrate ich dir heute mein Rezept für einen besonders fluffigen Hefezopf mit Maronen-Creme-Füllung. Perfekt um sich damit die stürmischen Herbsttage zu versüßen.

Mit dem Fallen des ersten Herbstlaubs beginnt auch die Saison der Ess- oder Edelkastanien. Auch in unserem Garten steht ein kleines Maronenbäumchen. Und sobald die stacheligen Fruchtbecher aufplatzen und die dunkelbraunen Nüsse auf den Rasen fallen, geht es an die Ernte. Ich muss zugeben, dass ich Maronen früher nicht besonders gerne mochte. Statt zu heißen Maroni zog es mich auf den Weihnachtsmärkten eher zu gebrannten Mandeln. Aber seit wir sie selbst ernten, schmecken sie mir umso besser.

Wusstest du eigentlich, dass Esskastanien für viele Menschen in Südeuropa lange Zeit ein Grundnahrungsmittel waren? Vor allem über die Wintermonate hinweg wurden sie durch die sehr stärkehaltigen Nüsse mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Verwechseln solltest du die Maronen aber in keinem Fall mit den bereits im Sommer reifenden aber ungenießbaren Rosskastanien. Die eignen sich dafür perfekt als Bastelmaterial und Herbst-Dekoration.

Hefezopf mit Maronen Creme Füllung | Madame Dessert

Esskastanien kann man rösten, kochen, dämpfen oder sogar zu Mehl mahlen. Das Kastanienmehl eignet sich auch hervorragend als Ersatz bei Glutenunverträglichkeit. Heute gibt es die vielfältige Herbstfrucht aber erst einmal als süße Creme im fluffigen Maronenzopf. Bon Appetit.

Rezept für 2x Hefezopf mit Maronen-Creme-Füllung

Grundrezept Hefeteig
  • 575 g Mehl + Mehl zum Ausrollen und Verarbeiten
  • 250 ml lauwarme Vollmilch
  • ½ Würfel Hefe
  • 75 g weiche Butter
  • 45 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Tl Salz
  • 1 Ei (Größe M)
  • Zum Bestreichen des Teiges: 1 Ei, 1 Prise Salz, 1 Prise Zucker
Maronen-Creme-füllung
  • 300 g vorgekochte Maronen
  • 2 El Akazienhonig (45g)
  • 75 g Zucker
  • ½ Tl Vanilleextrakt
  • 100 ml Vollmilch

Kurz vorab: Ein gescheiter Hefezopf beginnt mit einem guten Hefeteig. Dieser sollte genug Zeit zum Ruhen und Gehen haben. Plant also immer ausreichend Zeit ein oder bereitet ihn schon am Vortag zu und lasst ihn über Nacht im Kühlschrank gehen. Durch eine längere Teigführung, also eine längere Gehzeit des Teiges bei kühleren Temperaturen, wird der Hefeteig besonders aromatisch.

Zurück zu unserem Rezept. Für den Grundteig gebt ihr das Mehl in eine große Schüssel und formt in der Mitte eine Mulde. Erwärmt eure Milch etwas, so dass sie wirklich nur lauwarm, nicht heiß, ist. Bröselt den halben Hefewürfel hinein und verrührt die Mischung etwas, bis sich die Hefe gut in der Milch gelöst hat. Gebt diese nun in die Mehlmulde. Gebt die weiche Butter, den Zucker, Vanillezucker, Salz und das Ei dazu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Das funktioniert super mit den Händen oder mit dem Knethaken eures Handrührgerätes. Deckt den Teig anschließend mit einem sauberen Geschirrtuch ab und stellt ihn für etwa eine Stunde an einen warmen Ort oder lasst ihn über Nacht im Kühlschrank gehen. Der Teig ist fertig gegangen, wenn er seine Größe etwa verdoppelt hat.

Während der Teig geht, könnt ihr ganz entspannt die Maronen-Creme-Füllung zubereiten. Dazu werden die vorgekochten Maronen mit Vollmilch zu einer Creme püriert und mit Honig, Zucker und Vanilleextrakt abgeschmeckt.

Für Selbermachen: Frische Maronen selbst kochen

Ihr könnt die Esskastanien selbstverständlich auch frisch kaufen bzw. ernten und selbst vorkochen. Dann solltet ihr sie vorsichtig kreuzweise mit einem scharfen Messer einritzen und in einem mit Wasser gefüllten Topf mit geschlossenem Deckel für etwa 15 bis 20 Minuten weich kochen. Fertig sind sie, wenn die Schale leicht aufplatzt. Dann könnt ihr den Topf abseihen und nach kurzer Abkühlzeit die dunkelbraune Schale entfernen. Weiter geht’s wie oben beschrieben.

So bekommt der Maronenzopf seine Maserung

Sind Teig und Maronen-Creme fertig, könnt ihr erstmal euren Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus der Teigmenge könnt ihr zwei Hefezöpfe mit Maronen-Creme-Füllung herstellen, die ihr entweder parallel oder nacheinander backen könnt. Dementsprechend solltet ihr jetzt ein oder zwei Backformen mit einer Größe von ca. 25x10cm einfetten und bemehlen. Gebt nun den Teig auf eure leicht bemehlte, saubere Arbeitsfläche und knetet ihn kurz durch. Teilt ihn anschließend in zwei gleich große Portionen. Damit wir den Hefezopf mit Maronen-Creme füllen können, rollt ihr die Teigkugeln nun mit einem Nudelholz jeweils auf eine Größe von ca. 25x35cm aus.

Gebt je die Hälfte der Maronen-Creme auf einen Teig und verstreicht sie gleichmäßig darauf. Rollt den Teig nun von der kurzen, 25cm langen, Seite her auf. Schneidet ihn mit einem sehr scharfen Messer vorsichtig längs in der Mitte auseinander. Dreht die beiden Teile so zueinander, dass die offenen Schnittkanten nach oben schauen. Verdreht die beiden Zöpfe nun mehrmals umeinander und steckt die Enden gut zusammen. Setzt den »geflochtenen« Zopf in die vorbereitete Backform und lasst ihn dort noch einmal für ca. 15 Minuten gehen.

Hefezopf mit Maronen Creme Füllung | Madame Dessert
Bevor es für den Maronenzopf weiter geht, kannst du ihn noch mit einer Mischung aus Ei, Salz und Zucker bestreichen. Anschließend kommt er für insgesamt ca. 30 bis 35 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Nach etwa 20 Minuten könnt ihr ihn mit einem Stück Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird. Nehmt ihn nach der Backzeit aus dem Ofen, lasst ihn kurz auskühlen und stürzt ihn dann aus der Form. Der Hefezopf mit Maronen-Creme-Füllung schmeckt am besten frisch aus dem Backofen. Ob pur, mit herbstlichen Marmeladen wie Quittengelee, Feigen- oder Pflaumenmus oder einem cremigen Schokoaufstrich bleibt deinem persönlichen Geschmack überlassen.

Ich hoffe, euch hat mein Rezept für diesen fluffigen Hefezopf mit Maronen gefallen. Ich finde, er macht sich wunderbar zum Frühstück an herbstlichen Morgenden, an denen es draußen stürmisch-kalt und drinnen muckelig-warm ist. In diesem Sinne:

Macht es euch lecker!
Eure Madame Dessert


Noch mehr kulinarische Herbst Highlights? Dann versuch’s doch mal mit meinem Flammkuchen mit Ziegenkäse, Apfel und rote Bete. Oder wie wäre es mit diesen kleinen Apfeltaschen oder einer asiatisch angehauchten Kürbissuppe?

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2 Kommentare

  1. Yvonne sagt:

    Ein Maronenbäumchen im Garten wäre ja mein absoluter Traum!!
    Ich liebe Maronen und gebrannte Maronen gehören auf jeden Fall bei mir zu jedem Weihnachtsmarktbesuch!
    Der Maronenzopf sieht superlecker aus!
    Liebe Grüße, Yvonne

    • Einen wunderschönen Guten Morgen liebe Yvonne,

      ja wir haben das große große Glück einen über kleinen Stadtgarten mit ganz vielen Früchten, Beeren, Gemüsesorten und Kräutern zu haben. Das ist wirklich eine feine Sache. Man schätzt die Dinge dann ganz anders wert, die auf den Tisch kommen, wenn man sich selbst um sie gekümmert und geerntet hat.

      Mmmmmmmmh gebrannte Mandeln nomnomnomnomnomnomnom
      Bald ist es wieder soweit ❤️

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