Shokupan ist nicht einfach nur ein Brot. Es ist in Brotform gebackene Herzlichkeit. Sein süßlich-zarter Geschmack und seine kuschelweiche Textur machen das flauschig-zartes Japanische Milchbrot perfekt als Frühstücksbrot oder für lecker belegte Sandwiches.
Shokupan – Alles außer Schokolade?
Auch wenn der Name es im ersten Moment vermuten lässt, hat Shokupan übrigens nichts mit Schokolade zu tun. Der Vorteig, im Japanischen „Yudane“ genannt, sorgt für eine zarte, feuchte
Krume, längere Frische und Haltbarkeit. So lange überlebt das leckere Milchbrot aber meist sowieso nicht.

Shokupan, Japan & Studio Ghibli Filme
Es gibt wenige Dinge, die das Herz Japans so perfekt widerspiegeln wie Shokupan, das legendäre Milchbrot mit seiner zart-flauschigen Konsistenz. Shokupan verkörpert die japanische Philosophie des Omotenashi, der bedingungslosen Gastfreundschaft, und die Kunst, aus einfachsten Zutaten etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Die seidig-weiche Krume und die goldbraune Kruste machen jede der extra dick geschnittenen Scheiben zu einem kleinen Wunder der Backtradition. In den Händen japanischer Bäcker wird aus Mehl, Milch, Hefe und ein wenig Zucker pure Magie.
Shokupan entsteht durch eine besondere Technik namens »Yudane« – eine Mehl-Flüssigkeits-Mischung, die dem Brot seine charakteristische Fluffigkeit verleiht und es tagelang frisch hält. Wie so oft in der japanischen Kultur liegt die Perfektion im Detail: Die Teigführung erfolgt mit einer Geduld und Präzision, die an die Meditation erinnert. Das Ergebnis ist ein Brot, das nicht nur den Gaumen verzaubert, sondern auch die Seele berührt – genau wie die zeitlosen Geschichten von Hayao Miyazaki, die uns lehren, dass wahre Schönheit oft im Alltäglichen zu finden ist.

Natürlich darf es deshalb auch nicht in den Filmen von Studio Ghibli fehlen. In Osonos Bäckerei füllen die hochgewachsenen Brote ein komplettes Regalfach und gehen weg wie warme Semmeln. Hier, in der Bäckerei Gütiokipänjä in Koriko, findet die angehende Hexe Kiki ihre erste Anstellung als fliegender Lieferservice und liefert auf ihrem fliegenden Besen neben Broten und Pasteten auch Geburtstagsgeschenke aus.
Noch mehr bezaubernde Rezepte zu den Meisterwerken von Studio Ghibli findest du in meinem Backbuch.

Zutaten für ein ca. 11 x 20 cm großes Shokupan
Für die Yudane
- 50 ml Vollmilch
- 40 g Mehl (Type 550)
Für den Hauptteig
- 4 g Trockenhefe (alternativ 16 g frische Hefe)
- 175 ml Vollmilch
- 40 g Zucker
- 300 g Mehl (Type 550)
- ½ TL Salz
- 40 g weiche Butter
Außerdem
- 18,5 x 10 x 11 cm große Shokupan-Backform (alternativ Kastenkuchenform)
- etwas Butter zum Einfetten der Form
- 1 Eigelb (Größe M)
- 1 EL Vollmilch
Yudane vorbereiten
Für die Yudane heiße Milch und Mehl miteinander verrühren, bis eine homogene Paste entsteht. Abgedeckt abkühlen lassen und für mindestens 30 Minuten oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Hauptteig zubereiten
Für den Hauptteig Hefe mit lauwarmer Milch und einem Teelöffel des Zuckers anrühren. Etwa 10 Minuten stehen lassen.
Mehl in eine große Schüssel sieben und mit dem restlichen Zucker und dem Salz vermischen. Hefe-Mischung sowie die gekühlte Yudane dazugeben. Zuerst mit einem Kochlöffel grob verrühren, dann entweder mit den Händen oder in der Küchenmaschine mit Knetaufsatz für etwa 3 bis 4 Minuten verkneten.
Butter dazugeben und für 10 bis 15 Minuten weiterkneten, bis ein weicher, elastischer Teig entsteht. Fenstertest machen (siehe Tipp).
Der Fenstertest prüft, ob ein Hefeteig schon genug geknetet wurde. Nimm dazu ein kleines Stück Teig und ziehe ihn vorsichtig auseinander. Wenn sich der Teig dünn genug dehnen lässt, dass man fast hindurchschauen kann ohne dass er reißt, ist das Gluten gut entwickelt und der Teig fertig geknetet.
Teig zu einer glatten Kugel formen und in eine leicht gefettete Schüssel geben. Abgedeckt und an einem warmen Ort für etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen etwa verdoppelt hat. In der Zwischenzeit die Shokupan Backform einfetten.
Japanisches Shokupan formen
Den aufgegangenen Teig sanft zusammendrücken, damit die entstandenen Gase entweichen. Dann in drei gleich große Portionen aufteilen. Mit einem Nudelholz jede Portion zu einem langen Rechteck (etwa 15 x 35 cm) ausrollen.
Die langen Seiten jeweils einmal zur Mitte hin umklappen, noch einmal mit dem Nudelholz darüber rollen und dann von der kurzen Seite her eng aufrollen. Die Naht jeweils zwischen den Fingern zusammendrücken, damit die Brote dort beim Backen nicht aufreißen.
Die Teiglinge dann nebeneinander mit der Naht nach unten in die gefettete Shokupan- oder Kastenkuchenform setzen.
Abgedeckt ein zweites Mal an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig leicht über die Form hinausschaut. Dies dauert je nach Temperatur noch einmal um die 40 bis 60 Minuten.
Shokupan backen
Gegen Ende der Gehzeit den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Eigelb mit etwas Milch verquirlen und die Teiglinge gleichmäßig dünn damit bestreichen.
Das Shokupan für etwa 30 Minuten im heißen Ofen (Mitte) goldbraun backen. Vorsichtig aus der Form lösen und vollständig erkalten lassen, bevor es angeschnitten wird.
Noch mehr japanische Köstlichkeiten findest du in meinem ersten Buch »Das inoffizielle Ghibli Backbuch«. Wenn du mein Shokupan nachgebacken hast, teile deine Kreation gerne auf Instagram und markiere mich mit @madamedessert.de und dem Hashtag #ghiblibacken damit ich es finden kann.
Macht es euch lecker!
Eure Madame Dessert

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»Das inoffizielle Ghibli Backbuch« ist eine Schatzkiste voller essbarer Erinnerungen, eine Sammlung von Rezepten, die Geschichten erzählen und meine Liebeserklärung an die zauberhaften Welten von Studio Ghibli.
Shokupan – Flauschig-zartes Japanisches Milchbrot

Zutaten
Zutaten für ein ca. 11 x 20 cm großes Shokupan
Für die Yudane
- 50 ml Vollmilch
- 40 g Mehl Type 550
Für den Hauptteig
- 4 g Trockenhefe alternativ 16 g frische Hefe
- 175 ml Vollmilch
- 40 g Zucker
- 300 g Mehl Type 550
- ½ TL Salz
- 40 g weiche Butter
Außerdem
- 18,5 x 10 x 11 cm große Shokupan-Backform alternativ Kastenkuchenform
- etwas Butter zum Einfetten der Form
- 1 Eigelb Größe M
- 1 EL Vollmilch
Arbeitsschritte
Yudane vorbereiten
- Für die Yudane heiße Milch und Mehl miteinander verrühren, bis eine homogene Paste entsteht. Abgedeckt abkühlen lassen und für mindestens 30 Minuten oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Hauptteig zubereiten
- Für den Hauptteig Hefe mit lauwarmer Milch und einem Teelöffel des Zuckers anrühren. Etwa 10 Minuten stehen lassen.
- Mehl in eine große Schüssel sieben und mit dem restlichen Zucker und dem Salz vermischen. Hefe-Mischung sowie die gekühlte Yudane dazugeben. Zuerst mit einem Kochlöffel grob verrühren, dann entweder mit den Händen oder in der Küchenmaschine mit Knetaufsatz für etwa 3 bis 4 Minuten verkneten.
- Butter dazugeben und für 10 bis 15 Minuten weiterkneten, bis ein weicher, elastischer Teig entsteht. Fenstertest machen (siehe Tipp).
- Teig zu einer glatten Kugel formen und in eine leicht gefettete Schüssel geben. Abgedeckt und an einem warmen Ort für etwa 60 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen etwa verdoppelt hat. In der Zwischenzeit die Shokupan Backform einfetten.
Japanisches Shokupan formen
- Den aufgegangenen Teig sanft zusammendrücken, damit die entstandenen Gase entweichen. Dann in drei gleich große Portionen aufteilen. Mit einem Nudelholz jede Portion zu einem langen Rechteck (etwa 15 x 35 cm) ausrollen.
- Die langen Seiten jeweils einmal zur Mitte hin umklappen, noch einmal mit dem Nudelholz darüber rollen und dann von der kurzen Seite her eng aufrollen. Die Naht jeweils zwischen den Fingern zusammendrücken, damit die Brote dort beim Backen nicht aufreißen.
- Die Teiglinge dann nebeneinander mit der Naht nach unten in die gefettete Shokupan- oder Kastenkuchenform setzen.
- Abgedeckt ein zweites Mal an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig leicht über die Form hinausschaut. Dies dauert je nach Temperatur noch einmal um die 40 bis 60 Minuten.
Shokupan backen
- Gegen Ende der Gehzeit den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Eigelb mit etwas Milch verquirlen und die Teiglinge gleichmäßig dünn damit bestreichen.
- Das Shokupan für etwa 30 Minuten im heißen Ofen (Mitte) goldbraun backen. Vorsichtig aus der Form lösen und vollständig erkalten lassen, bevor es angeschnitten wird.