Gedeckter Apfelkuchen mit Käse-Kruste | Erntedank im schönen Frankenland

Gedeckter Apfelkuchen mit Käse-Kruste | Madame Dessert

{Anzeige, da Nennung anderer Blogs} Trauben mit Gouda, Feigen mit Ziegenkäse – Die Kombination von Obst und Käse ist für euch bestimmt nichts Neues mehr. Aber habt ihr schon einmal einen Apfelkuchen mit Käse gebacken? Und zwar nicht als Apfel-Käsekuchen mit Quark oder Frischkäse, sondern mit »richtigem« Käse-Käse, Cheddar im speziellen Fall? Wenn nicht, dann solltet ihr das schleunigst nachholen und dieses feine Rezept für gedeckten Apfelkuchen mit Käse-Kruste nachbacken.

Gedeckter Apfelkuchen mit Käse-Kruste | Madame Dessert

Erntedank im schönen Frankenland

Das Rezept für meinen gedeckten Apfelkuchen mit Käse-Kruste ist mein Beitrag zum Bloggerevent »Erntedank im schönen Frankenland«. Zu diesem Event gibt es eine Vielzahl leckerer Gerichte von Bloggern aus ganz Franken. Hier findest du alle teilnehmenden Blogger und ihre Rezepte:

Zu meinem Rezept habe ich mich vom Amerikanischen Thanks-Giving mit seinen klassischen Apple Pies inspirieren lassen. Diese gibt es dort tatsächlich auch als Variante mit Käse. Der würzige Cheddar wird dafür direkt in den buttrig-mürben Teig eingearbeitet. Er bildet ein herrlich-herzhaftes Gegenstück zu den süß-sauren und mit Zimt gewürzten Apfelschnitzen im Inneren. Diese Kombination aus Obst und Käse hebt für mich den Apfelkuchen nochmal auf ein komplett neues Level.

Der vorbereitete Apfelkuchen lässt sich außerdem prima einfrieren und bei Bedarf frisch im Ofen aufbacken. Ein perfekter Kuchen also für Erntedank, Weihnachten und andere Feiertage, an denen man die Zeit lieber mit seiner Familie anstatt am Herd verbringen möchte.

Gedeckter Apfelkuchen mit Käse-Kruste | Madame Dessert

Zutaten für einen 24 cm großen gedeckten Apfelkuchen mit Käse

Käse-Mürbteig mit Cheddar
  • 225 g kalte, gewürfelte Butter
  • 115 g würziger, weißer Cheddar
  • 300 g Mehl
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 60 ml eiskaltes Wasser oder Apfelessig
  • zusätzlich 2-3 Esslöffel eiskaltes Wasser
Apfelfüllung
  • 6-8 mittelgroße Äpfel (z.B. Granny Smith oder Jonagold)
  • 115 g brauner Zucker
  • 115 g Zucker
  • 1 El Zitronensaft
  • 1 El Zimt, gemahlen
Außerdem
  • 1-2 El Butter in kleinen Flocken
  • 1 Ei
  • 1-2 El brauner Zucker

Planung ist für dieses Rezept die halbe Miete. Denn sowohl nach der Zubereitung, als auch nach dem in Form bringen des Teiges, sollte dieser für einige Zeit im Kühlschrank durchkühlen.

Zubereitung des Käse-Mürbteigs

Der Teig für unseren gedeckten Apfelkuchen mit Käse-Kruste besteht aus einem feinen, blättrigen Mürbteig. Für ein optimales Ergebnis ist es wichtig, dass alle verwendeten Zutaten, wie Wasser, Käse und Butter, richtig eisig kalt sind. Nachdem ich die Butter in kleine Würfel geschnitten habe, gebe ich sie deshalb für etwa 10 Minuten in den Gefrierschrank. Währenddessen stelle ich mir die restlichen Zutaten bereit und reibe den Cheddar. Diese Vorgehensweise kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung heraus sehr empfehlen.

Ist die Butter gut durchgekühlt, kann es mit der Zubereitung weitergehen. Gib dafür Mehl, Zucker und Salz in eine Schüssel und vermische alles gut miteinander. Anschließend kommen die kalten Butterwürfel dazu und werden kurz im Mehl verteilt. Es ist wichtig, dass der Teig beim folgenden Vermengen so kühl wie möglich bleibt. Dafür solltest du ihn zügig mit kalten Händen bearbeiten, bis die Mischung krümelig wird und die Butterstückchen darin noch etwa erbsengroß sind. Einfacher geht es mit einem Teigschneider oder in einer Küchenmaschine mit Hexel-Funktion. Denn mit diesen beiden Methoden bleibt der Teig schön kühl und wird nicht durch deine Hände erwärmt.

Gedeckter Apfelkuchen mit Käse-Kruste | Madame Dessert

Forme nun eine Mulde in der Mitte deiner Mehl-Butter-Masse und gib langsam das eiskalte Wasser, oder optional den Apfelessig, hinein. Arbeite die Flüssigkeit mit einer Gabel oder Teigschneider zügig ein, bis das Mehl sie vollständig aufgenommen hat. Sollte der Teig noch zu trocken sein, kannst du vorsichtig 2 bis maximal 3 Esslöffel Wasser zusätzlich hinzufügen. Wenn du ihn in der Hand zusammendrückst, sollte er seine Form beim Öffnen beibehalten und sich leicht feucht anfühlen, ohne zu kleben.

Arbeite zuletzt den geriebenen Cheddar unter, bis er sich gerade so mit dem Teig verbunden hat. Forme aus dem Teig zwei runde, ca. 15cm große Scheiben und wickle sie in Frischhaltefolie ein. Lasse sie für mindestens 1 bis 2 Stunden im Kühlschrank ruhen.

Teig ausrollen und formen

Meinen gedeckten Apfelkuchen habe ich in einer 24cm großen Tarteform gebacken. Du kannst aber natürlich auch eine runde Auflaufform aus Glas verwenden. Die Form solltest du vorab gut einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen, damit sich der Kuchen beim Servieren besser aus der Form heben lässt.

Nimm nun die erste der beiden Teigscheiben aus dem Kühlschrank. Rolle sie auf deiner leicht bemehlten Arbeitsfläche auf eine Stärke von ca. 3 bis 5mm aus. Sie sollte rundherum etwa 3 bis 5 cm größer als deine Form sein. Wickle den Teig ein Stückchen auf dein Nudelholz auf, hebe ihn über deine Form und rolle ihn ab, so dass er mittig in der Form zum Liegen kommt. Drücke ihn vorsichtig an und schneide den überstehenden Rand mit einem scharfen Messer ab oder zupfe ihn ab, um einen rustikaleren Look zu erreichen. Gib die Form mitsamt des Teiges in den Kühlschrank zurück und hole die zweite Scheibe heraus.

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Rolle auch diese ca. 3mm stark aus. Steche mit Keksausstechern deiner Wahl kleine herbstliche Formen aus und gib diese auf ein Stück Backpapier. Für meinen Apfelkuchen habe ich mich für eine kleine Auswahl schöner Herbstlaub-Ausstecher entschieden. Am besten gibst du die ausgestochenen Blätter nun in den Gefrierschrank. So lassen sie sich später am einfachsten auf dem Kuchen arrangieren und behalten beim Backen ihre Form.

Leckere Apfelfüllung mit Zimt

Während der vorbereitete Teig kühlt, geht es an die Apfelfüllung. Schäle dafür die Äpfel, entferne das Kerngehäuse und schneide sie in ca. 5mm dicke Schnitzen. Vermenge sie zusammen mit einem Esslöffel Zitronensaft, Zucker und Zimt in einer großen Schüssel. Stelle sie für ungefähr eine viertel Stunde beiseite. Während dieser Zeit entzieht der Zucker den Äpfeln Wasser. Dieses Wasser würde später beim Backen austreten und unseren Teig sabschig machen. Aber weil wir ja schlaue Back-Füchse sind, wissen wir uns dafür zu helfen und reduzieren mit dieser Methode die Flüssigkeit, die die Äpfel später an den Teig abgeben werden.

Aus dieser kannst du übrigens einen herrlichen Sirup einkochen. Oder du verfeinerst deinen Gießbrei damit.

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Zeit den Apfelkuchen zusammenzusetzen

Heize deinen Ofen auf knackige 200°C Ober-/Unterhitze vor. Das Vorheizen und die hohe Temperatur dabei ist wichtig, damit unsere schöne Blätterdeko beim Backen ihre Form behält. Gib die Apfelfüllung ohne die Flüssigkeit, die sich am Boden abgesetzt hat, in die vorbereitete Form. Bilde mit den Apfelschnitzen einen kleinen Hügel. Verteile nun noch kleine Butterflöckchen darauf. Hole deine Blätter-Teiglinge aus dem Gefrierschrank und verteile sie von außen beginnend und leicht überlappend auf den Äpfeln. Wichtig ist, dass es kleine Löcher zwischen den Blättern gibt, durch die später beim Backen der heiße Dampf entweichen kann.

Schlage nun noch ein Ei auf und bepinsle damit vorsichtig die Blätter. Bestreue sie abschließend mit etwas braunem Zucker. Eigelb und Zucker sorgen für eine herrlich goldbraune Farbe und einen knusprig-süßen Crunch.

Solltest du nach dem Zusammensetzen des Kuchens noch ausgestochene Blätter übrig haben, kannst du diese wunderbar ebenfalls mit Ei bestreichen und Zucker bestreuen und anschließend bei 175°C für etwa 10 bis 15 Minuten backen. Du kannst sie später entweder zusätzlich auf und um den gedeckten Apfelkuchen drapieren oder sie als kleine herzhaft-süße Snacks servieren.

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Stelle deine Tarteform auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und schiebe dieses auf der mittleren Schiene in den Ofen. Reduziere nach 20 Minuten bei 200°C die Temperatur auf 175°C und drehe das Backblech einmal um 180°. Decke den Kuchen nun ab, damit er oben und am Rand nicht zu dunkel und im Inneren schön gar wird. Er ist fertig, wenn er eine tief-goldbraune Farbe hat und der Saft der Apfelfüllung appetitlich aus den Öffnungen zwischen den Blättern blubbert.

Nach der Backzeit sollte der Kuchen für ca. eine Stunde auf einem Kuchengitter abkühlen können. Danach kann er pur oder zusammen mit einer Kugel Vanilleeis serviert werden.

Übrigens: Möchtest du den Kuchen nicht direkt backen, sondern einfrieren, solltest du hierfür eine Metallform verwenden und ihn direkt vom Gefrierschrank in den vorgeheizten Backofen geben. Die insgesamte Backzeit verlängert sich hierbei einfach um 10 bis 15 Minuten.

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Ich hoffe, euch hat mein Rezept für gedeckten Apfelkuchen mit Käse-Kruste gefallen und ihr seid neugierig auf diese ungewöhnliche aber total leckere Kombination geworden. Schaut doch auch mal bei den anderen Bloggern von »Erntedank im schönen Frankenland« vorbei und macht es euch lecker!
Eure Madame Dessert


Noch mehr leckere Herbstrezepte gefällig? Wie wäre es mit einem leckeren Apfel Blaubeer Crumble, einer Bratapfeltorte mit feiner Zimtcreme oder klassischem Magenbrot wie vom Weihnachtsmarkt?

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9 Kommentare

  1. Martina sagt:

    Also, es gibt tatsächlich kaum etwas, was mich glücklicher macht, als ein Apfelkuchen. Und deiner klingt ganz besonders fabelhaft! Die Kombi ist klasse!
    Danke für das tolle Rezept!
    Liebste Grüße von Martina

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