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Bella Italia – Mini Panettone aus dem Einmachglas

Mini Panettone aus dem Einmachglas | Madame Dessert

Kennt ihr sie auch, die großen, kuppelförmigen Kuchen, die es in Bella Italia traditionell an Festtagen wie Weihnachten oder Ostern gibt? Heute backen wir den italienischen Kuchenklassiker einmal als Mini Panettone aus dem Einmachglas. Im Miniaturformat eignet er sich auch wunderbar als weihnachtliche Geschenkidee oder Mitbringsel zur nächsten Weihnachtsfeier.

Mini Panettone aus dem Einmachglas | Madame Dessert

Buon Natale – Weihnachten auf italienisch

Panettone werden in Mailand vorrangig in der Weihnachtszeit gegessen. Sie sind aber auch ein ganz hervorragender Geburtstagskuchen. Vor allem, wenn man an Heilig Abend Geburtstag hat, wie der liebe Len zum Beispiel. Für den Bruder meines Freundes backe ich jetzt schon seit 10 Jahren zu Weihnachten einen Geburtstagskuchen. Dieses Jahr werden Weihnachten und Geburtstag bei uns wohl in 8 herrlich-luftigen Panettone vereint werden. Wobei ich mir die kleinen Köstlichkeiten auch toll als Geburtstagskuchen im Picknickkorb vorstellen kann. Als Aprilkind winke ich hiermit schon einmal überdeutlich mit dem Zaunpfahl 😜.

Die italienische Kuchenspezialität wird traditionell aus Weizensauerteig hergestellt. Wir greifen heute für die kleinen Mini Panettone aus dem Einmachglas allerdings auf einen besonders flaumigen, lockeren Hefeteig zurück. Die Inspiration hierfür kommt von meiner lieben und sehr geschätzten Bloggerkollegin Andrea von Zimtkeks & Apfeltarte und stammt aus dem Buch »Mit Liebe backen und verpacken – Weihnachten«.

Bevor wir uns hier aber Hals über Kopf in Schwärmereien verlieren, gibt es jetzt erstmal das Rezept für die kleinen Festtagskuchen. Buon divertimento!

Mini Panettone aus dem Einmachglas | Madame Dessert

Rezept für 8 Einmachgläser Mini Panettone

Panettone Teig für 8 Einmachgläser á 290 ml Inhalt

  • 600 g Mehl
  • 250 g lauwarme Milch
  • 30 g Hefe
  • 200 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • je ein Tl abgeriebene Bio Zitronen- und Bio Orangenschale
  • 2 Msp. geriebene Muskatnuss
  • 6 Eigelb
  • 100 g getrocknete Cranberries
  • 100 g Schokotropfen Zartbitter

Guss & Dekoration

  • 200 g Puderzucker
  • ca. 2 El Zitronensaft + evtl. etwas warmes Wasser
  • gehackte Nüsse, Cranberries

Aller guten Dinge sind 4

Für die kleinen Mini Panettone aus dem Einmachglas braucht es vor allem zwei Dinge: Eine gute Portion Liebe und etwas Zeit. Da Nummer eins ja sowieso immer und überall in der Luft schwirrt, braucht ihr nur noch einen freien Samstagvormittag und die Panettone Party kann steigen. Insgesamt müssen die kleinen Italiener nämlich viermal für je 20 bis 30 Minuten aufgehen.

Siebt zuerst das Mehl in eine große Schüssel und drückt in die Mitte eine Mulde. Erwärmt anschließend die Milch lauwarm und bröselt die frische Hefe dazu. Rührt etwas, bis sich die Hefe aufgelöst hat und gießt die Mischung dann in die vorbereitete Mehlmulde. Schubst mit einem Löffel etwas Mehl vom Rand auf die Milch und rührt dieses minimal unter. Lasst die Schüssel dann abgedeckt an einem warmen Ort für etwa 20 Minuten gehen.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Butter schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen. Schlagt die flüssige Butter dann mit dem Zucker, Salz, Orangen- und Zitronenschale sowie dem Muskat etwa auf und gebt nach und nach die Eigelbe dazu, bis eine dickschaumige Masse entsteht. Sobald der Hefeteigansatz fertig gegangen ist, könnt ihr den Butter-Ei-Schaum dazu gießen und alles zu einem wunderbar duftenden, weichen Teig verkneten. Auch diesen lasst ihr noch einmal abgedeckt für ca. 30 Minuten gehen.

Mini Panettone aus dem Einmachglas | Madame Dessert

Währenddessen kümmern wir uns um die schokoladig-fruchtige Einlage der Mini Panettone. Statt Soft-Feigen wie im Ursprungsrezept habe ich mich für getrocknete Cranberries entschieden. Die mag ich persönlich einfach lieber. Die Cranberries werden grob gehackt und zusammen mit den zartbitteren Schokoladendrops vermengt.

Ist der Teig zum zweiten Mal gegangen, könnt ihr ihn auf eurer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal durchkneten und dabei die Beeren und Schokoladenstückchen einarbeiten. Deckt den Teig mit einem sauberen Küchentuch ab. Zeit für die dritte Gehphase von weiteren 30 Minuten.

Wer lange geht, kommt endlich an

Nach drei Gehphasen nähern wir uns so langsam dem Endspurt. Fettet dafür eure Einmachgläser ein, in denen die Panettone gebacken werden. Die Teigmenge passt perfekt für 8 Einmachgläser mit einer Füllmenge von ca. 290 ml pro Glas. Teilt den gegangenen Teig in 8 gleich große Portionen auf und gebt ihn in die Gläschen. Während er nun zum letzten Mal für ca. 20 Minuten geht, könnt ihr bereits euren Ofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen.

Dort backen die Mini Panettone auf der unteren Schiene für 25 bis 30 Minuten, bis sie schön goldbraun sind. Nehmt die fertigen Festtagskuchen aus dem Ofen und lasst sie kurz etwas abkühlen, bevor ihr sie aus den Gläsern löst. Das funktioniert ganz wunderbar und die Kuchen rutschen einem förmlich entgegen. Lasst sie nun vollständig auskühlen.

Mini Panettone aus dem Einmachglas | Madame Dessert
Mini Panettone aus dem Einmachglas | Madame Dessert

Wer mag, kann die fertigen Panettone nun entweder mit Puderzucker bestäuben oder sie mit einem Zuckerguss garnieren. Für den Guss rührt ihr den Puderzucker zusammen mit etwas Zitronensaft zu einer sehr dickflüssigen Masse an. Eventuell benötigt ihr noch etwas warmes Wasser. Gebt ihn vorsichtig auf die Kuchenkuppeln und bestreut den noch flüssigen Guss wahlweise mit Cranberries und gehackten Nüssen und lasst ihn trocknen.

Die fertigen Mini Panettone könnt ihr entweder zurück in die Einmachgläser geben und verschenken oder sie mit Backpapier umwickeln und servieren.

Buon appetito und macht es euch lecker!
Eure Madame Dessert

Kommentare

Elke Adam

Liebe Madame Dessert,
ich bin über eine Suche nach Eigelb-Resteverwertung auf Deine Seite aufmerksam geworden.
Mit Deinem Rezept für Mini-Pannetone habe ich aus meinen übrigen Eigelben (Zimtsterne) einen wunderbaren Kuchen gebacken. Ich war so frei und habe mangels Gläsern und Cranbarries und Gugelhupf-Form, einfach Dein Grundrezept mit Rum-Rosinen in eine Kastenform gefüllt. Das hat dem feinen Geschmack aber keinerlei Abbruch getan. Das einzige Problem ist eher, dass ich jetzt mittelfristig ein Problem mit übrigem Eiweiß aus der Pannetone-Produktion habe 😉
Deswegen werde ich mich gezwungener Maßen an Deinem Rezept für die Rosentarte versuchen „müssen“. Das Kandieren der Rosen muss allerdings warten bis meine Duftrose im Garten blüht. Bei der Gelegenheit hat sich mir die Frage gestellt, ob man Gummi Arabicum verzehren kann.

Toll finde ich Deine Tipps und Ratschläge zum guten Gelingen bzw. Arbeitsvereinfachung sowie das Anbieten zu Alternativen bei exotischen Zutaten . Ebenfalls nicht unerwähnt lassen möchte ich den Service die Rezepte im Druckformat anzubieten, sowie die Suchfunktion! Sehr praktisch.
Ich habe zwar bislang nur einige Rezepte im Detail gelesen, aber bis dahin gefällt mir gut, dass Deine Rezept raffiniert aber für „Otto-Normal“ einfach nach zu backen sind.

Danke also für Deine schöne Website mit den tollen Rezepten und der wunderbaren Präsentation (und bis lang wohltuend werbefrei – ich hoffe das bleibt so)

Liebe Grüße aus Bayern

Elke

· Antworten

Eva

Liebe Elke,

ja wowsi! Jetzt bin ich erst einmal ganz platt. Vielen, vielen, vielen lieben Dank für deine liebe und vor allem so lange und umfassende Nachricht. Das freut mich wirklich unheimlich sehr! ❤️

Gerne kann ich dir auch gleich deine Frage zu Gummi Arabicum beantwortet. Das ist nämlich ein ganz üblicher Lebensmittel-Zusatzstoff. Es wird z.B. in Gummibärchen verwendet, damit der darin enthaltene Zucker nicht wieder kristallisiert. Aber auch in der Herstellung von Speise-Eis, damit sich darin beim Einfrieren keine Eiskristalle ausbilden. Man verwendet es in Wein und Bier und und und 😀

Werbebanner oder Anzeigen schalte ich hier generell nicht. Damit sich all die Arbeit, Zeit und das Herzblut, dass ich in die Pflege meines Blogs, die Entwicklung und Zubereitung der Rezepte sowie die Fotografie stecke, kompensieren lässt, arbeite ich stattdessen für manche meiner Rezepte mit Unternehmen zusammen, deren Produkte ich toll finde und auch oft und gerne verwende und von Herzen weiterempfehlen kann, wie die Backformen von STÄDTER und die Back-Öle von Byodo Naturkost. Einen Hinweis dazu findet man dann immer direkt am Anfang des Beitrages. Das macht aber natürlich die entsprechenden Rezepte kein bisschen schlechter oder weniger wertig. Und wie du oben schon schreibst: Für besonders exotische Zutaten biete ich meist auch direkt eine Alternative mit an 🙂

Aber jetzt wünsche ich dir erst einmal ganz viel Spaß beim Stöbern, Backen und Genießen.
Viele liebe Grüße,
Eva von Madame Dessert

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