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Rezept für Aachener Printen mit Schokolade

Rezept für Aachener Printen mit Schokolade | Madame Dessert

{Werbung|Bloggerevent} Oh was habe ich mich auf diesen Tag gefreut, um das Rezept für Aachener Printen mit euch zu teilen. Die braunen Lebkuchen mit ihrem unverwechselbaren Kandis-Crunch, die übrigens sogar vegan sind, gehören neben klassischem Magenbrot zu meinen absoluten Weihnachts-Favoriten. Dabei musste ich ganze 760 Tage auf das Backvergnügen warten. Warum das so ist, und woher die Printen ihren Namen haben, verrate ich dir im Post.

Kulinarischer Adventskalender 2019 | Madame Dessert

Der kulinarische Adventskalender

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Kulinarischer Adventskalender 2019 - Tuerchen 12

Wie die Aachener Printen auf den Blog kamen …

Heute auf den Tag vor genau 760 Tagen standen meine kleine Snackschwester und ich in meiner Würzburger Weihnachtsbäckerei und haben zusammen an dem Rezept für das Magenbrot wie vom Weihnachtsmarkt gefeilt. Ein bisschen mehr hier von, ein bisschen weniger da von, Temperatur rauf, Backzeit kürzer und und und. Das machte uns so unheimlich viel Spaß, dass wir beschlossen, ab jetzt jedes Jahr vor Weihnachten ein Rezept für eines unserer Lieblings-Weihnachtsnaschis zu kreieren.

Bei so vielen leckeren Plätzchen dauert das natürlich, bis man da mal alle durchhat. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Und so freue ich mich nun schon seit 760 Tagen auf diesen Moment, an dem es die Aachener Printen auf den Blog schaffen. Graciere Millenial liebe Snackschwester!

Rezept für Aachener Printen mit Schokolade | Madame Dessert

Woher haben die Aachener Printen ihren Namen?

Aachener Printen sind eine spezielle Sorte von Lebkuchen und werden seit mehr als 200 Jahren in Aachen gebacken. Genau genommen, dürfen sich auch nur Printen aus Aachen und den umliegenden Nachbarorten so nennen. Sie sind wie Champagner aus der Champagne oder Allgäuer Bergkäse aus dem Oberallgäu ein Produkt mit geschützter geografischer Angabe zertifiziert. Da ich im schönen Würzburg wohne und backe, handelt es sich bei meiner Variante also genau genommen um Printen nach Aachener Art. Oder einfach Würzburger Printen.

Die Bezeichnung »Printe« haben sie übrigens, weil früher mit einem speziellen Werkzeug ein Abdruck in den Teig gedrückt, oder eben »geprintet«, wurde.

Was steckt drin in der Printe?

Printen bestehen, wie die meisten Lebkuchen-Teige auch, aus einer Basis aus Mehl, Wasser und Süßungsmittel – in unserem Fall Zuckerrübensirup und Krümelkandis. Man kann aber auch Honig oder Farinzucker verwenden. Dem Printenteig wird ansonsten keinerlei Fett zugegeben, also keine Butter, kein Öl oder Eigelb. Das macht die Printe übrigens auch für Veganer zu einem Hochgenuss. Gewürzt wird diese Basis dann mit einer Mischung aus Zimt, Anis, Nelken, Kardamom, Koriander, Orangeat und und und. Eben all den herrlich-würzigen Aromen, die es zu einem 1a Lebkuchen-Teig braucht.

Rezept für Aachener Printen mit Schokolade | Madame Dessert
Rezept für Aachener Printen mit Schokolade | Madame Dessert

Statt Backpulver verwendet man beim Printen-Backen übrigens Pottasche. Sie bildet beim Backen u.a. Kohlenstoffdioxid und Kalilauge. Das Kohlenstoffdioxid sorgt für die Lockerung des Teiges und die Lauge für den typischen Lebkuchen-Geschmack. Damit sich die pulvrige Pottasche gleichmäßig im Teig verteilen lässt, löst du sie vorher am Besten in etwas Wasser auf. Teige mit Pottasche (oder zusätzlich auch Hirschhornsalz) bezeichnet man übrigens als »Lagerteige«. Man kann sie über mehrere Wochen oder sogar bis zu 4 Monate vor dem Backen lagern.

Zutaten für ca. 45 Aachener Printen mit Schokolade und einer Größe von je 7x4cm

Für den Printenteig

  • 375 g dunkler Rübensirup, z.B. von Grafschafter
  • 2-3 EL Wasser
  • 450 g Mehl
  • 75 g Zucker
  • 30 g Kakao
  • 2 TL Zimt
  • 2 TL Anis
  • 1 ½ TL gemahlener Koriander
  • je 1 Messerspitze Nelkenpulver, Kardamom und Muskat
  • 1 Messerspitze Natron
  • 40 g Orangeat, sehr fein gehackt
  • 115 g Krümelkandiszucker
  • 1 gestrichener TL Pottasche
  • 2 EL Wasser

Optionale Auswahl an Glasuren

  • Zartbitterschokolade oder dunkle Schokoladenglasur
  • optional dazu Mandelstifte
  • Zuckerglasur wie bspw. beim Magenbrot

Eines vorab: Printenteig ist wie oben bereits beschrieben ein Lagerteig und kann als solcher Tage und Wochen im Voraus zubereitet werden. Das ist nicht nur sehr praktisch, sondern verbessert den Geschmack der Printen auch ungemein. Du solltest dem Teig also mindestens eine Nacht im Kühlschrank gönnen. Wer mehr Zeit hat, kann ihn auch einfach für zwei Wochen gut verpackt im kühlen Keller lagern.

Teigzubereitung

Für den Printenteig brauchst du einen kleinen Topf und eine große Rührschüssel. In den Topf gibst du den Rübensirup mit etwas Wasser. In der großen Rührschüssel vermengst du Mehl, Zucker und Kakaopulver zusammen mit den Gewürzen, bestehend aus Zimt, Anis, gemahlenem Koriander, Nelken, Kardamom und Muskat miteinander. Noch eine Messerspitze Natron dazu und die trockenen Zutaten für den Lebkuchenteig sind bereit.

Rezept für Aachener Printen mit Schokolade | Madame Dessert

Widme dich nun dem Orangeat. Ich weiß, nicht jeder ist ein Fan davon und ich auch nicht wirklich. Aber es verleiht der Printe, genauso wie dem Magenbrot, einfach den typischen Lebkuchen-Geschmack. Damit man nicht auf einem Stück klebriger Gummi-Orange rumbeißen muss, solltest du es aber richtig, richtig fein hacken, oder gleich in den Häcksler geben. Rühre zuletzt noch die Pottasche in einem kleinen Schälchen mit etwas Wasser an, stelle den Krümelkandis bereit und schon hast du alle Bestandteile für die perfekten Aachener Printen.

Erwärme den Topf, bis sich Sirup und Wasser miteinander verbunden haben und der Sirup warm und dadurch dünnflüssiger geworden ist. Gib das fein gehackte Orangeat dazu und rühre es unter. Rühre nun die Pottasche und den Krümelkandis zügig unter den warmen Sirup (Nicht erschrecken, die Mischung wird ihr Volumen stark vergrößern) und gieße die Mischung zu den trockenen Zutaten. Verrühre alles zuerst mit zwei Kochlöffeln, später, wenn der Sirup etwas abgekühlt ist, mit den Händen, bis ein glatter Teig entsteht.

Schlage den Teig anschließend dicht in Frischhaltefolie ein und stelle ihn wie oben bereits beschrieben für mindestens eine Nacht in den Kühlschrank.

Backen & Überziehen der Printen

Bevor du den Printenteig weiterverarbeitest, sollte er für 20 bis 30 Minuten Raumtemperatur annehmen können. Dadurch lässt er sich beim Ausrollen leichter verarbeiten. In der Zwischenzeit kannst du deinen Ofen bereits auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei bis drei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Rolle den Teig nun auf deiner leicht bemehlten Arbeitsfläche auf eine Stärke von etwa 5 bis 8 mm aus. Steche anschließend Rechtecke daraus aus oder schneiden ihn mit einem Messer zu. Meine Printen-Rohlinge hatten eine Größe von 7x4cm und eine Stärke von etwa 5mm.

Rezept für Aachener Printen mit Schokolade | Madame Dessert

Verteile die rohen Printen mit etwas Abstand zueinander auf den Backblechen und schiebe sie für etwa 15 bis 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Hole die Printen lieber etwas eher raus. Sie sollen ja Lebkuchen und keine Bauklötze werden. Nach der Backzeit sollten sie vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen. Anschließend kannst du sie mit einer schönen, zartbitteren Schokoladenglasur oder einem Zuckerguss überziehen. Oder du lässt sie pur.

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Am besten schmecken die Printen übrigens nicht direkt nach dem Backen, sondern wenn sie mit Schokolade überzogen für mindestens 2 bis 3 Tage ziehen durften. Dann werden sie wieder etwas weicher und soooo gut!

Macht es euch lecker!
Eure Madame Dessert

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Rezept für Aachener Printen mit Schokolade

Die braunen Lebkuchen mit ihrem unverwechselbaren Kandis-Crunch, die übrigens sogar vegan sind, gehören neben klassischem Magenbrot zu meinen absoluten Weihnachts-Favoriten.
Ruhezeit1 d
Gericht: Dessert
Portionen: 45 Stücke

Zutaten

Zutaten für ca. 45 Aachener Printen mit Schokolade und einer Größe von je 7x4cm

    Für den Printenteig

    • 375 g dunklen Rübensirup z.B. von Grafschafter
    • 2-3 EL Wasser
    • 450 g Mehl
    • 75 g Zucker
    • 30 g Kakao
    • 2 TL Zimt
    • 2 TL Anis
    • 1 ½ TL gemahlener Koriander
    • je 1 Messerspitze Nelkenpulver, gemahlener Kardamom und Muskat
    • 1 Messerspitze Natron
    • 40 g Orangeat sehr fein gehackt oder gehäckselt
    • 115 g Krümelkandiszucker
    • 1 gestrichener TL Pottasche
    • 2 EL Wasser

    Optionale Auswahl an Überzugen

    Arbeitsschritte

    Teigzubereitung

    • Rübensirup mit etwas Wasser in einen Topf geben. Mehl, Zucker und Kakaopulver zusammen mit Zimt, Anis, gemahlenem Koriander, Nelken, Kardamom und Muskat in einer großen Rührschüssel vermengen. Eine Messerspitze Natron dazugeben.
    • Orangeat sehr fein hacken oder häckseln. Die Pottasche in einem kleinen Schälchen mit etwas Wasser auflösen.
    • Topf erwärmen, bis sich Sirup und Wasser miteinander verbunden haben und der Sirup warm und dadurch dünnflüssiger geworden ist. Orangeat dazugeben und unterrühren. Pottasche und Krümelkandis zügig unter den warmen Sirup rühren und alles zu den trockenen Zutaten geben. Zuerst mit zwei Kochlöffeln, später, wenn der Sirup etwas abgekühlt ist, mit den Händen, zu einem glatten Teig kneten.
    • Teig dicht in Frischhaltefolie einschlagen und mindestens über Nacht in den Kühlschrank oder zwei Wochen in den kühlen Keller stellen.

    Backen & Überziehen der Printen

    • Printenteig 20 bis 30 Minuten lang Raumtemperatur annehmen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei bis drei Backbleche mit Backpapier auslegen.
    • Teig auf deiner leicht bemehlten Arbeitsfläche auf eine Stärke von 5 bis 8 mm ausrollen. Anschließend Rechtecke (z.B: 7x4cm) daraus ausstechen oder mit einem Messer in Stücke schneiden.
    • Printen-Rohlinge mit etwas Abstand zueinander auf den Backblechen verteilen. Für etwa 15 bis 20 Minuten backen. Anschließend vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und mit Schokoladenglasur oder Zuckerguss überziehen oder pur lassen.

    Anmerkungen

    Eines vorab: Printenteig ist ein Lagerteig und kann als solcher Tage und Wochen im Voraus zubereitet werden. Das ist nicht nur sehr praktisch, sondern verbessert den Geschmack der Printen auch ungemein. Du solltest dem Teig also mindestens eine Nacht im Kühlschrank gönnen. Wer mehr Zeit hat, kann ihn auch einfach für zwei Wochen gut verpackt im kühlen Keller lagern.
    Am besten schmecken die Printen übrigens nicht direkt nach dem Backen, sondern wenn sie mit Schokolade überzogen für mindestens 2 bis 3 Tage ziehen durften. Dann werden sie wieder etwas weicher und soooo gut!

    Kommentare

    zorra vom kochtopf

    Ich bin gerade am Überlegen ob ich schon mal Aachener Pinten probiert habe. Ich glaube nicht. Aber ich weiss, dass mir deine schmecken würden. Lieferst du? Danke für das schöne Türchen!

    · Antworten

    Eva

    Oh nein liebe Zorra das musst du aber ganz bestimmt 😀
    Wie es der Zufall so will, backe ich dieses Wochenende gleich eine doppelte Printen-Ladung ;P
    Viele liebe Grüße und DANKE dass ich Teil des kulinarischen Adventskalenders sein durfte!

    · Antworten

    Jenny

    Wie detailliert du das beschreibst, toll! Und dass du und deine Schwester alle Naschereien nachbackt, finde ich sowieso mega, leider steht meine Schwester eher nicht so auf Süßes…

    · Antworten

    Eva

    ☺️ Ooooooh! Du machst mich ja ganz verlegen liebe Jenny! Vielen lieben Dank. Man muss vielleicht dazu sagen, dass ich quasi alles mit meiner Snackschwester – von Kleidergröße bis zu kulinarischen Vorlieben – teile, nur die selben Gene haben wir nicht 😉 Eine selbst ausgesuchte Verwandtschaft also sozusagen. Ich wette, auf dich wartet auch irgendwo eine Snackschwester, die nur darauf wartet, deine Leidenschaft für Kekse und Krümelgeschichten zu teilen.
    Viele liebe Grüße,
    Eva

    · Antworten

    Tina von Küchenmomente

    Von den Aachener Printen habe ich natürlich schon gehört, doch in den Genuss bin ich ziemlich sicher noch nicht gekommen. Aber wenn ich deine hier so sehe, dauert es bestimmt keine 760 Tage bis sich das ändert…
    Liebe Grüße und noch eine schöne Vorweihnachtszeit
    Tina

    · Antworten

    Eva

    hihihihihihi Ja das ist schon eine arg lange Zeit gewesen. Aber das Warten hat sich mehr als gelohnt und jetzt landen sie quasi jedes Wochenende im Backofen.
    Mach es dir schön!
    Liebe Grüße,
    Eva

    · Antworten

    Conny

    Liebe Eva,
    ich glaube, ich bin auch noch nie in den Genuss von Aachener Printen gekommen – aber Deiner Würzburger Variante kann ich unmöglich widerstehen! Vielen Dank für das tolle Rezept.
    Herzlichst, Conny5 stars

    · Antworten

    Caroline | Linal's Backhimmel

    Oh, was für wundervolle Bilder, liebe Eva! Da würde ich am liebsten gleich in die Küche starten und Backen anfangen 🙂
    Hab einen schönen 1. Weihnachtsfeiertag!
    Caroline

    · Antworten

    Jessi | Jessis Schlemmerkitchen

    Ich bin ein Öcher Mädel und bewundere gerade deine Prinzen. Prinzen gehören für mich zu Weihnachten aber ich esse sie selbst im Sommer gerne, naja wenn man damit aufwächst… Selbstgebacken habe ich sie tatsächlich noch nie aber deine sehen wirklich köstlich aus.

    Liebe Grüße
    Jessi

    · Antworten

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