Das perfekte Käsekuchen Rezept – cremig, frisch & super lecker!

Das perfekt Käsekuchen Rezept | Madame Dessert

Käsekuchen Rezepte gibt es viele. Mal klassisch wie bei Oma mit Quark, mal wie in der amerikanischen Variante mit Frischkäse, mal mit Mürbteigboden, mal mit zerbröselten Keksen, mal pur und mal mit fruchtigen, schokoladigen oder zig-Trillionen anderer Füllungen und Geschmackskompositionen. Ich persönlich bin ein großer Käsekuchenfan, habe mich aber seltsamerweise lange nicht selbst ans Backen des Klassikers gewagt. Weshalb? Vielleicht weil ich durch mein erstes Stückchen Stefans Käsekuchen dachte, ein so gutes Käsekuchen Rezept könnte ich mir selbst gar nicht ausdenken. Denn das Rezept zum Freiburger Aushängeschild ist strengstens geheim.

Aber, wie das mit uns Backfeen und Kuchenqueens eben so ist: Irgendwann wagt man sich dann doch noch dran. Und nach viel Getüftle und Probieren, einem gewonnenen Käsekuchen Wettbewerb #whoopwhoop und vielen glücklichen Testessern, darf ich euch heute mein Rezept für das in meinen Augen einfach perfekte Käsekuchen Rezept präsentieren. Und weil mir das noch nicht genug ist, gibt es auch noch eine Variation mit Mohn obendrauf. Bon Appétit.

Der perfekte Käsekuchen – Das Vorbild aus Freiburg

Der perfekte Käsekuchen hat für mich eine knusprig-keksige Hülle und einen cremig-zarten Kern. Und trotz seiner Cremigkeit bewahrt er durch einen Hauch Zitrone eine Frische, die es einem erlaubt, einfach immer weiter davon zu essen. Und genau so ist für mich Stefans Käsekuchen vom Freiburger Wochenmarkt. Da dessen Rezept aber wie ein Staatsgeheimnis gehütet und niemalsnienicht preisgegeben wurde, musste ich mich durch viel Recherche, Ausprobieren, Probeessen und Verfeinern an das Rezept herantasten. Pssst: Ganz nebenbei habe ich beim mehrfachen Probebacken niemals ein Problem mit Rissen im Käsekuchen gehabt. Und hier ist es nun endlich, mein Rezept für den perfekten Käsekuchen – samtig, cremig und super lecker!

Rezept für einen 18-20cm großen Käsekuchen

Mürbteig
  • 200 g kalte Butter, in Stückchen geschnitten
  • 300 g Mehl
  • 2 Eigelbe
  • 100 g Puderzucker
  • ½ Tl Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • etwas Abrieb einer Bio Zitrone
Cremefüllung
  • 300 g Quark 40%
  • 200 g Sahne
  • 120 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Saft + Zesten einer halben großen Zitrone (am besten aus Sizilien)
  • 35 g Maisstärke
  • 2 Eigelbe
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb + 50 ml Milch zum Bestreichen
Optional für die mohnfüllung
  • 150 g Mohnfix
  • optional: 100 g frisch gemahlener Mohn, 1 El Zucker, 45 g flüssige Butter vermengen

Dieses Rezept entspricht einem kleinen, 18 bis 20cm großen Käsekuchen. Für den Mürbeteig sollte die kalte Butter zusammen mit den restlichen Zutaten zügig zu einem glatten Teig verknetet werden. Falls ihr keine Küchenmaschine habt, die das Kneten für euch übernimmt, solltet ihr relativ zügig arbeiten. Die Wärme eurer Hände würde den Teig ansonsten zu sehr erwärmen. Im Anschluss kommt der Teig für etwa eine Stunde in den Kühlschrank. Die Zeit könnt ihr währenddessen nutzen, um die Creme vorzubereiten.

Das Geheimnis liegt in der Creme

Für dieses Käsekuchen Rezept benutze ich eine Mischung aus Quark und Sahne. Das macht ihn besonders samtig im Geschmack. Zuerst kochen wir aus 200 g der Sahne eine Art Pudding. Dazu geben wir die Sahne zusammen mit dem Zucker, dem Vanilleextrakt und einer Prise Salz in einen kleinen Topf. In einem separaten Schüsselchen wird die Maisstärke mit wenigen Löffeln der Sahne glattgerührt. Jetzt die Sahne vorsichtig unter ständigem Rühren erhitzen. Die heiße Sahne vom Herd nehmen und die angerührte Stärke mit einem Schneebesen unterrühren. Den Topf zurück auf den Herd stellen und etwa eine Minuten unter Rühren weiter erhitzen, bis ein relativ fester Pudding entsteht.

Frisch vom Herd kommt der Sahne-Pudding nun zum Quark und wird gründlich untergehoben. Zuletzt noch die Eigelbe dazu geben, Zitronensaft und Zesten einrühren. Voila, fertig ist die cremige Käsekuchenfüllung.

Wie bekomme ich so eine perfekte Mürbteig-Form hin?

Bevor es an das Ausrollen des Teiges geht, solltet ihr euren Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Achtet beim Ausrollen eures Teiges darauf, nie zu stark zu drücken. Ansonsten könnte er leicht brechen. Geht lieber mehrfach mit dem Nudelholz über den Teig und rollt ihn nach und nach auf die gewünschte Stärke von 3-5mm aus.

Hier kommt Trick 17 für Perfektionisten und Kuchenbastler, alle andern einfach einen Absatz weiter unten fortfahren. Um den perfekten Kuchenrand herzustellen, arbeite ich mit einem kleinen Trick. Zuerst rolle ich den Teig aus, stürze meine Springform darauf und drücke sie leicht in den Teig. Dann schneide ich den skizzierten Kreis aus und platziere ihn vorsichtig in der ausgefetteten Springform. Den übrigen Teig verknete ich kurz und rolle ihn anschließend auf eine lange, etwa 6-7cm breite Bahn aus, bis die Länge dem Umfang meiner Form entspricht. Mit einem Pizzaschneider schneide ich nun ein glattes Band von 4-5cm Breite zu. Diese Teigbahn hebe ich vorsichtig in die Spingform und drücke es rundherum an. Fertig ist die perfekte Käsekuchenform.

Ihr könnt ihn aber auch ganz einfach so ausrollen und in die Form geben, wie ihr es gewohnt seid und es für euch am einfachsten ist. Gießt die Crememasse vorsichtig in die Form. Bestreicht die Oberfläche vorsichtig mit Hilfe eines Backpinsels mit einer Mischung aus Eigelb und Milch und gebt den Käsekuchen-to-be danach für etwa 35 Minuten in den vorgeheizten Backofen.

Woher weiß ich, wann mein Käsekuchen fertig ist?

Wabbelt die Käsekuchenmitte nicht mehr unkontrolliert hin und her, wenn ihr leicht an der Form rüttelt und ist der Mürbteigrand leicht gebräunt, könnt ihr den Kuchen aus dem Ofen holen und in der Form bei Raumtemperatur auskühlen lassen. Wer glaubt, den Käsekuchen jetzt sofort verschmausen zu können, der täuscht sich gewaltig. Denn würdet ihr das gute Stück voller Vorfreude und Ungeduld anschneiden, würde es euch wahrscheinlich einfach puddingartig auseinander laufen.

Damit das nicht passiert, kommt er nach dem Auskühlen bei Raumtemperatur für etwa 4-6 Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank. Aber die Cremigkeit dieses Käsekuchens wird euch für all euer Warten mehr als entlohnen.

Das perfekt Käsekuchen Rezept | Madame Dessert

Mein Käsekuchen Rezept mit feiner Mohnfüllung

Optional könnt ihr euren Käsekuchen mit einer Mohnfüllung verfeinern oder pur genießen. Für die Mohnfüllung nehmt ihr von der fertig vorbereiteten Creme ein Drittel ab und gebt 150g Mohnfix dazu. Möchtet ihr euer Mohnfix selbst herstellen, mahlt 100 g Mohn sehr fein und mischt ihn mit einem Esslöffel Zucker und flüssiger Butter.

Die Mohnmasse gebt ihr zuerst in die Mürbteigform bevor ihr vorsichtig die Käsekuchenmasse darauf gießt. Ich habe für einen hübschen optischen Effekt, und damit man weiß, was einen im Inneren des Kuchens erwartet, vorher eine kleine Menge Mohnmasse beiseite gestellt. Diese habe ich in einen Spritzbeutel gefüllt und damit einen Strudel aus Mohncreme auf die Füllung aufspritzen. Sieht das nicht toll aus?

Auch hier habe ich den Käsekuchen wieder mit einer Milch-Ei-Masse bestrichen und für etwa 35 Minuten in den vorgeheizten Ofen geschoben.

Cheesecake Cheats und Käsekuchen Katastrophen – Auf der Suche nach dem perfekten Käsekuchen | Madame Dessert

Hast du selbst schon das perfekte Käsekuchen Rezept für dich gefunden? Was ist deine liebste Käsekuchen Variante? Magst du es lieber fruchtig oder darf es ein bisschen extravaganter mit Karamell, Erdnüssen und Schokolade sein?

Für was auch immer du dich entscheidest: Mach es dir lecker!
Deine Madame Dessert


Du kannst von Käsekuchen gar nicht genug bekommen? Wie wäre es dann mit meinem extravaganten Banana Chocolate Cheesecake mit Brownie-Boden oder einem Käsekuchen Rezept des großen Cheese Cake Offs?

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