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Grundrezept für den perfekten Boden für Pies & Tartes

Der beste Boden für Pies & Tartes aus nur 3 Zutaten – Grundrezept | Madame Dessert

Was macht den perfekten, typisch amerikanischen Pie-Boden aus? Für mich ist er nicht zu süß, er sollte den Geschmack der Füllung nicht überdecken und der Boden sollte eher knusprig-blättrig, statt zart und mürbe wie ein europäischer Mürbteig sein. Fast wie ein Blätterteig, nur ohne den ganzen Aufwand des mühsamen Tourierens.

Heute erzähle ich dir, wie ich überhaupt auf den Pie-Geschmack gekommen bin und ich verrate dir mein einfaches Grundrezept für den meines Geschmacks nach besten Boden für Pies und Tartes aus nur 3 Zutaten.

Die Suche nach dem perfekten Pie Rezept

Auf meinem Roadtrip durch die USA haben Monsieur Dessert und ich gefühlt an jedem dritten Diner angehalten, weil dort in großen Lettern »Best Pie in Town« stand. Egal ob Pumpkin Pie, Apple Pie, Cherry Pie oder Chocolate Cream Pie (ja, vielleicht hatten wir ihn zum Frühstück!)  mit extra Schlagsahne – wir haben einfach alles probiert.

Eines ist mir dabei aufgefallen: Die Pies unterschieden sich zwar in Füllung und Dekor, doch der Boden war fast immer gleich oder zumindest sehr, sehr ähnlich. Also begann ich zu recherchieren. Was macht diesen typischen amerikanischen Pie-Boden aus? Aus welchen Zutaten besteht er? Wie genau wird er zubereitet? Bis ich ihn schließlich gefunden hatte: Den perfekten Pie-Teig als Grundlage für so ziemlich jedes Pie Rezept – ob mit Kirschen, Kürbis oder sogar Brownie-Füllung.

Grundrezept für einen ca. 20 cm großen Pie-Boden

  • 115 g kalte Butter, in 2cm große Würfel geschnitten
  • 150 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL eiskaltes Wasser, eventuell etwas mehr

Grundlagen der Teig-Zubereitung

Für die Zubereitung des perfekten Pie Bodens ist die Temperatur der Zutaten unheimlich wichtig. Die Butter und das Wasser sollten daher richtig, richtig kalt sein. Du kannst die Butter daher nach dem Würfeln sogar für 10-15 Minuten in den Gefrierschrank geben.

whisk
Optional kann anstelle von Wasser auch eine 1:1 Mischung aus eisgekühltem Wodka und Wasser verwendet werden. Der Alkohol verdunstet früher als das Wasser und lässt den Teig so noch leichter aufgehen und »blättern«.

Für die Zubereitung des Teiges gibt es nun zwei Möglichkeiten: Entweder mit der Hand oder in einer Küchenmaschine bzw. einem Häcksler. Mehr Kontrolle über die Größe der Butterstückchen und somit über die Konsistenz hast du definitiv bei der Handarbeit. Allerdings wärmen die Hände bei der Verarbeitung den Teig unnötig auf. Beide Methoden haben also ihre Vor- und Nachteile, weswegen ich dir einfach beide beschreibe:

Zubereitung in Handarbeit

Gib die kalten Butterwürfel dann zusammen mit dem Mehl und einer Prise Salz in eine große Rührschüssel. Wie du siehst, verwende ich für den Pie Boden keinen Extra Zucker. Die Süße kommt später alleine durch die verwendete Füllung. Bemehle die Butterwürfel rundherum und quetsche sie dann zwischen deinen Finger. Bemehle die freigewordenen Butterstellen ein weiteres Mal und verfahre so, bis eine krümelige Mehlmasse entsteht. Für diese Methode gibt es sogar ein extra Werkzeug, das sich »Mehlschneider« nennt.

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Bei dieser Methode wird die Butter in das Mehl »geschnitten« und nicht gerührt. Umso größer die Butterstücke (etwa wie Walnusshälfte), umso blättriger wird der Boden; umso kleiner (etwa Erbsen-groß), umso mürber wird.

Gib nun das Wasser dazu. Knete es zügig mit den Händen in die Mehl-Butter-Mischung, bis gerade so ein Teig entsteht. Eventuell musst du hierfür noch 1 bis 2 weitere Esslöffel Wasser hinzugeben. Forme aus dem fertigen Teig eine runde, etwa 3cm dicke Scheibe. Wickle diese luftdicht in Frischhaltefolie ein und lass den Pie Boden für mindestens 30 Minuten oder über Nacht im Kühlschrank ruhen.

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Der Teig sollte sich niemals klebrig, sondern eher trocken anfühlen. Sei also sehr sparsam und bedacht beim Hinzufügen von weiterer Flüssigkeit.

Zubereitung in der Küchenmaschine

Die Zubereitung in der Küchenmaschine ist ganz ähnlich, allerdings gibst du hier zu Beginn alle Zutaten bis auf das Wasser in den Häcksler. Pulsiere sie nun so lange auf, bis sie ausschauen wie ein grob gemahlenes Mehl. Fülle die Mischung anschließend in eine Rührschüssel um und verfahre wie oben bei der Zubereitung in Handarbeit beschrieben. 

Den luftdicht verpackten Teig kannst du nun bis zu 4 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder ihn bis zu 3 Monate auf Vorrat einfrieren. Lass ihn dann einfach über Nacht im Kühlschrank auftauen, bevor du ihn weiterverarbeitest.

Der beste Boden für Pies & Tartes aus nur 3 Zutaten – Grundrezept | Madame Dessert

Verarbeitung des Teiges

Bevor du den gekühlten Teig nun ausrollst, solltest du ihn für etwa 5 bis 10 Minuten bei Raumtemperatur aufbewahren. So lässt er sich leichter verarbeiten und reißt oder bröselt beim Ausrollen nicht so schnell.

Bestäube deine saubere Arbeitsfläche nun mit etwas Mehl und lege die Teigscheibe darauf. Beim Ausrollen des Teiges solltest du darauf achten, immer von der Mitte aus nach außen zu rollen, ohne das Nudelholz dabei hin und her zu walzen. Übe beim Ausrollen einen gleichmäßigen, leichten Druck aus. Drehe den Teig dabei immer wieder und stäube wenn nötig noch etwas Mehl darunter, damit er nicht anhaftet. Verwende aber wirklich nur so wenig Mehl wie nötig, da dieses ansonsten die Konsistenz des Teiges verändern.

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Ganz ohne zusätzliches Mehl und Anhaften an der Arbeitsfläche klappt es übrigens, wenn du deinen Teig einfach zwischen zwei Bögen Backpapier ausrollst.

Der fertig ausgerollte Teig sollte eine Stärke von ca. 5mm haben und insgesamt einen etwa 5cm größeren Durchmesser als deine Pie bzw. Tarteform. Für eine perfekt gleichmäßige Teigstärke rolle ich ihn zwischen zwei 5mm hohen Holzleisten aus. Die gibt es in jedem Baumarkt und in unterschiedlichsten Stärken.

Der beste Boden für Pies & Tartes aus nur 3 Zutaten – Grundrezept | Madame Dessert

Um den Teig nun ohne Probleme in die leicht eingefettete Form zu bekommen, kannst du ihn etwa zur Hälfte auf dein Nudelholz aufrollen und dann einfach mittig über die Form legen.

Hebe den Teig an den Rändern an und schiebe ihn vorsichtig tief in die untere Kante deiner Form. Drücke ihn dabei leicht an, sodass er sich wirklich dicht an die Ecken und Ränder anschmiegt.

Der beste Boden für Pies & Tartes aus nur 3 Zutaten – Grundrezept | Madame Dessert

Damit der Boden beim Backen nicht schrumpft, solltest du die Teigränder ein kleines bisschen überstehen lassen. Den restlichen Teig kannst du ganz einfach mit einer scharfen, sauberen Küchenschere oder einem Messer abschneiden. Stelle die Pie-Form nun noch einmal für etwa 20-30 Minuten in den Kühlschrank oder für 10 Minuten ins Eisfach. Währenddessen kann dein Ofen bereits vorheizen.

Der beste Boden für Pies & Tartes aus nur 3 Zutaten – Grundrezept | Madame Dessert

Nun kannst du den Boden je nach Rezept vorbacken, blindbacken oder füllen – je nachdem, wie es dein gewählten Rezept erfordert.

Blindbacken, Vorbacken & Füllen

Bevor es in den Ofen geht, solltest du die Teigfläche einige Male mit einer Gabel einstechen. Das soll verhindern, dass der Teig im Ofen unnötig aufgeht. Bei manchen Rezepten kommt die Füllung nun bereits zu Beginn auf den rohen Teig. 

Bei den meisten Pie oder Tarte-Rezepten wird der Boden vor- bzw. blindgebacken, d.h. die Füllung kommt erst zu einem späteren Zeitpunkt oder sogar erst nach dem Backen auf den Boden. Für beide Varianten legst du vor dem Backen ein Blatt Backpapier auf den mehrfach mit einer Gabel eingestochenen Teig und beschwerst dieses gleichmäßig mit Blindbackkugeln. 

Boden richtig vorbacken

Zum Vorbacken des Bodens heizt du deinen Ofen nun auf knackige 220°C vor. Backe den Boden nun für etwa 15 bis 20 Minuten auf der untersten Schiene, bis die Ränder sich golden verfärben. Nimm die Form dann aus dem Ofen und entferne vorsichtig das Backpapier mit den Blindbackkugeln. Schiebe den Boden noch einmal für weitere 2 bis 4 Minuten in den Ofen, bis er goldbraun gebacken ist. Sobald der Boden aus dem Ofen kommt, solltest du ihn mit etwas verquirltem Ei bestreichen. Die Resthitze des Bodens wird dieses »Kochen« und ihm einen schönen Glanz verleihen. Vollständig ausgekühlt kannst du den Boden anschließend je nach Rezept füllen und zusammen mit der Füllung im Ofen fertig backen, wie bei meiner Brownie Tarte.

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Blindbacken

Beim Blindbacken wird der Boden komplett durchgebacken. Er muss nicht noch einmal mit der Füllung gebackne werden. Diese Variante ist perfekt für Pies und Tartes mit Schokocreme– oder Curd-Füllungen, die gekocht und nicht noch einmal gebacken werden müssen.

Auch beim Blindbacken legst du deinen vorbereiteten Boden mit Backpapier und Blindbackkugeln aus und backst ihn für ca. 15 bis 20 Minuten auf der untersten Schiene, bis die Ränder sich golden verfärben. Anschließend nimmst du den Boden aus dem Ofen, entfernst das Backpapier und die Blindbackkugeln und bestreichst ihn dünn mit verquirltem Ei. Schiebe ihn nun noch einmal für weitere 12 bis 17 Minuten in den Ofen, bis der Teig gleichmäßig goldbraun gebacken ist. 

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Lass den Boden anschließend vollständig auskühlen und fülle ihn wie in deinem Rezept beschrieben.

Mit so viel Backwissen steht eurem perfekten Pie Boden nun also nichts mehr im Wege. Viel Spaß beim Vorbacken, Blindbacken, Füllen und Genießen.

Macht es euch lecker!
Eure Madame Dessert

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