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Pop Tarts Rezept mit 3 leckeren Füllungen

Heute heißt die Devise wieder einmal: Aller guten Dinge sind drei. Mein Rezept für Pop Tarts zum Selbermachen kommt nämlich gleich mit drei unterschiedlichen Füllung daher. Einmal klassisch mit einer Zucker-Zimt-Mischung, einmal fruchtig mit Erdbeermarmelade und zuletzt mit einer Erdnuss-Butter-Schoko-Füllung. YUMMIE!

Meine ersten Pop Tarts habe ich in einem Sommerurlaub in England verschmaust. Damals haben mein Bruder und ich die Sommerferien im Haus einer alten Dame verbracht, um unsere Englischkenntnisse zu verbessern. Ihr schmales Backsteinhäuschen war komplett mit Teppich ausgestattet, hatte einen Schrank unter der Treppe, einen kleinen Wintergarten und sah generell so aus, als wäre es direkt aus einem der Harry Potter Film entsprungen. Perfekt also für jemanden wie mich, der mit den Büchern und Filmen groß geworden ist und sowieso eine Schwäche für die Zaubererwelt in und um Hogwarts hat.

Eigentlich hätten wir dort nichts anderes essen müssen. Ob zum Frühstück, am Nachmittag oder als Nachtisch am Abend – zu jeder Tages- und Nachtzeit toasteten wir uns die kleinen gefüllten Teigtaschen aus blättrigem Mürbteig mit ihren unterschiedlichen Füllungen auf. Sehr zum Leidwesen unserer »Gastoma«. Aber hey … immerhin ist aus dieser Erfahrung jetzt ein Rezept für euch entstanden. Genau genommen ja sogar drei. Entscheide dich für eine der Füllungen oder verdreifache das Grundrezept für den Pop Tart Teig, um in den dreifachen Genuss zu kommen.

Zutaten für 9 Pop Tarts

Pop Tarts Grundrezept

  • 300g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Puderzucker
  • 230 g kalte Butter, in 2cm große Würfel geschnitten
  • 4 EL sehr kaltes Wasser
  • 1 Eigelb (Eiweiß kann später zum Verkleben verwendet werden)
  • Zum Bestreichen: 1 Ei + 2 EL Milch

Erdbeer Marmeladen Füllung

  • 8 EL Erdbeermarmelade
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 EL Stärke

Zimt & Zucker Füllung

  • 100 g heller Rohrohrzucker
  • 2 TL Zimt
  • 1 EL Mehl

Schoko Erdnussbutter Füllung

  • ca. 10 TL Erdnussbutter (1-2 pro Pop Tart)
  • 2 Stücke Zartbitterschokolade pro Pop Tart

Puderzucker Glasur

  • 125 g Puderzucker
  • ca. 3 EL Milch
  • 1/4 TL Vanilleextrakt oder 1/2 TL Zimt für die Zimt Pop Tarts
  • optional: Lebensmittelfarbe
  • Nach Belieben Zuckerstreusel, gehackte gesalzene Erdnüsse oder oder oder zum Dekorieren

Blättriger Pop Tart Grundteig

Der Teig für meine kleinen Pop Tarts ist ähnlich wie der für meine Brownie Tarte. Das heißt er ist knusprig und vielschichtig, fast wie ein Blätterteig ohne den ganzen Aufstand des ewigen Tourierens. Wichtig hierfür ist aber, dass die Butter, die du bereits vorab in ca. 2cm große Würfeln schneidest solltest, wirklich richtig kalt ist. Genau so wie das Wasser und das Eigelb, das du für den Teig verwendest.

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Noch mehr Tipps für den perfekten, blättrigen Boden findet ihr hier in meinem Basis Rezept.
Pop Tarts Rezept zum Selbermachen | Madame Dessert

Damit der Teig auch beim Verarbeiten schön kalt bleibt und nicht durch die Wärme der Hände oder die Küchenmaschine unnötig erwärmt wird, vermenge ich ihn mit einem sogenannten Teigschneider bzw. Teigmischer. Du kannst aber auch zügig mit den Händen arbeiten. Vermenge zuerst Mehl, Puderzucker und Salz miteinander. Wie du siehst, verwende ich sehr wenig Zucker für den Teig. So passt er perfekt zu den süßen Füllungen und der Glasur und die selbstgemachten Pop Tarts werden später nicht ganz so zuckrig wie ihre konventionellen Vorbilder.

Pop Tarts Rezept zum Selbermachen | Madame Dessert

Gib anschließend die kalten Butterwürfel dazu und wälze sie einmal rundherum im Mehl. Gib nun 3 bis 4 Esslöffel eiskaltes Wasser und das Eigelb und verarbeite den Teig, bis er gerade so zusammen kommt. Das übrige Eiweiß kannst du später zum Zusammenkleben der Pop Tart Hälften verwenden.

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Eventuell kannst du noch einen weiteren Esslöffel Wasser dazugeben. Der Teig sollte sich aber immer eher trocken und nicht klebrig anfühlen.

Durch das Einarbeiten der Butter auf diese Art bekommt der Teig seine herrliche Blätterung. Für den finalen Touch gebe ich den Teig auf meine Arbeitsfläche, verknete ihn einmal ganz, ganz kurz mit den Händen. Danach teilst du den Teig am besten direkt in zwei gleich große Portionen auf – eine für die Unterseite der selbstgemachten Pop Tarts und eine für die Oberseite. Schlage beide dicht in Frischhaltefolie ein und gib sie für eine Stunde oder über Nacht in den Kühlschrank. Du kannst den Teig auch problemlos 2 bis 3 Monate einfrieren und bei Bedarf auftauen.

Nach der Kühlzeit ist vor der Kühlzeit

Ist dein Teig schön durchgekühlt, kannst du eine der beiden Hälften herausnehmen und auf deiner leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Er sollte am Ende etwa die Größe eines DIN A4 Blattes haben (ca. 21x30cm) und eine Stärke von ca. 2 mm.

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Hast du deinen Teig über Nacht im Kühlschrank gelagert, kannst du ihn für 10 bis 15 Minuten auf deine Arbeitsfläche legen. So erwärmt er sich etwas und lässt sich anschließend leichter verarbeiten.

Ich verwende hierfür zwei 2mm dicke Holzleisten aus dem Baumarkt, die ich rechts und links neben meinem Teig platziere und über die ich mit meinem Nudelholz rolle. So hat der Teig am Ende tatsächlich überall exakt die gleiche Stärke. Wer er ganz genau nimmt, kann am Ende tatsächlich ein weißes Blatt Papier als Schablone verwenden, es auf den Teig legen und mit einem Pizzaschneider (Achte auf eine schnittfeste Unterlage!) zurechtschneiden.

Pop Tarts Rezept zum Selbermachen | Madame Dessert
Pop Tarts Rezept zum Selbermachen | Madame Dessert

Teile das Teig-Rechteck anschließend in 9 gleich große Pop Tart Rechtecke auf und schneide diese ebenfalls mit dem Pizzaschneider oder einem Messer zu. Sie haben nun jeweils eine Größe von ungefähr 7x10cm. Stelle die vorgeschnittenen Teiglinge in den Kühlschrank und verfahre genau so mit der zweiten Teighälfte. Gut durchgekühlt behalten sie später beim Backen besser ihre Form.

Zeit für die Füllung

Die Zutatenmengen, die ich dir oben angegeben habe, reichen jeweils für 9 Pop Tarts. Möchtest du von jeder Füllung etwas, kannst du die angegebene Menge jeweils einfach dritteln.

Für die Zimt-Zucker Füllung mischst du Zucker, Zimt und Mehl einfach zusammen. Das Mehl sorgt hierbei für das nötige Volumen und dass deine Füllung auch da bleibt, wo sie hin soll.

Für die Erdbeer-Füllung rührst du die Marmelade mit etwas Zitronensaft und Stärke an. Der Zitronensaft sorgt für den nötigen Säure-Kick in der ansonsten süßen Füllung und die Stärke hält sie zusammen.

Für die Erdnussbutter-Schoko Füllung platzierst du später einfach jeweils ein bis zwei Teelöffel Erdnussbutter auf den Teiglingen und legst jeweils längs zwei Stückchen Schokolade darauf. Ich mag es am liebsten mit Zartbitterschokolade, da sie nicht so süß ist, aber du kannst natürlich ansonsten auch jede Schokolade deiner Wahl verwenden.

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Den Ideen für leckere Füllungen sind keine Grenzen gesetzt. Optional kannst du deine Pop Tarts nämlich auch mit anderen Marmeladen, Schokocreme, Nougat oder einem fruchtigen Lemon Curd oder Himbeer Curd füllen.

Pop Tarts zusammensetzen 1×1

Zum Zusammensetzen der Pop Tarts holst du dir nun die erste Ladung Rechtecke aus dem Kühlschrank. Lege ein Backblech mit Backpapier aus und verteile die 9 Teiglinge darauf. Sie gehen beim Backen nicht sehr auf und können deshalb relativ nah beieinander liegen.

Pop Tarts Rezept zum Selbermachen | Madame Dessert

Streiche die Oberseite der Rechtecke mit dem vom Teig übrig gebliebenen Eiweiß ein. Es gibt der Füllung Halt und klebt die Ober- und Unterseite zusammen. Platziere die Füllung bzw. die Füllungen deiner Wahl jeweils längs in der Mitte. Lass ringsherum ausreichend Platz zum Zusammenkleben der Hälften und überlade die Pop Tarts nicht.

Pop Tarts Rezept zum Selbermachen | Madame Dessert

Hole nun die zweite Ladung Pop Tart Teiglinge aus dem Kühlschrank. Lege sie jeweils auf die Pop Tart Unterseiten und drücke die Ränder mit den Fingern leicht an. Schnapp dir nun eine Gabel und drücke damit unter leichtem Druck die Ränder zusammen. So werden die Pop Tarts verschlossen und die Füllungen bleiben weitestgehend da wo sie hingehören. Steche die Rohlinge zuletzt einige Male mit einem Zahnstocher oder ähnlichem ein. So kann beim Backen der entstehende Dampf aus den Füllungen entweichen ohne dass deine Pop Tarts aufplatzen.

Pop Tarts Rezept zum Selbermachen | Madame Dessert

Jetzt geht es für die fertigen Pop Tarts ein letztes Mal für ca. 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank. In dieser Zeit kannst du deinen Backofen bereits auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Verquirle ein Ei zusammen mit etwas Milch.

Pop Tarts Rezept zum Selbermachen | Madame Dessert

Bestreiche die Pop Tarts vor dem Backen einmal vollständig damit und gib sie für ca. 25 Minuten in den Ofen, bis sie schön golden sind. Nach der Hälfte der Backzeit solltest du das Backblech einmal um 180° drehen, damit jede der süßen Teigtaschen gleichmäßig bräunen kann. Sind sie fertig gebacken, sollest du sie für 5 bis 10 Minuten auf dem Blech ruhen lassen und sie erst dann zum vollständigen Auskühlen auf ein Kuchengitter geben.

Pop Tart Dekoration leicht gemacht

Theoretisch könntest du deine Pop Tarts schon direkt aus dem Ofen servieren, aber standesgemäß hübsche ich sie heute noch mit einer schicken Glasur auf.

Egal für welche Füllung du dich entschieden hast bildet die Grundlage für die Glasur Puderzucker, der mit ein wenig Milch angerührt wird. Siebe ihn hierfür einmal kurz durch und gib dann zuerst zwei Esslöffel Milch dazu. Du möchtest am Ende einen relativ dickflüssigen Guss haben, damit er dir beim Auftragen nicht direkt davon läuft. Eventuell kannst du danach noch einen weiteren Esslöffel hinzufügen.

Nun kannst du deine Puderzucker-Glasur wahlweise mit einem viertel Teelöffel Vanilleextrakt, gemahlenem Zimt oder etwas Lebensmittelfarbe aufpimpen.

Trage sie anschließend dekorativ auf deine selbstgemachten Pop Tarts auf. Wichtig ist dabei, dass sie wirklich vollständig ausgekühlt sind. Anschließend kannst du sie noch nach Belieben mit Zuckerstreuseln, grob gehackten und gesalzenen Erdnüssen oder anderen Leckereien bestreuen. So kann der Guss nun erst einmal fest werden.

Fertig dekoriert kannst du die Pop Tarts ohne Probleme für mehrere Tage in einem luftdichten Behälter aufbewahren. Möchtest du sie einfrieren, lässt du die Glasur am besten weg und backst sie dann bei Bedarf noch einmal für 10 Minuten bei 175°C im Ofen auf.

Ich hoffe, dir hat mein Rezept für Pop Tarts zum Selbermachen gefallen. Selbst wenn ihr die gekaufte Variante noch nie probiert habt, sind sie definitiv einen Biss wert.

Macht es euch lecker!
Eure Madame Dessert

Kommentare

Derya

Hallo Eva,
ich bin erst vor kurzem auf deinen Blog gestoßen und bin total begeistert! Und dies ist tatsächlich mein erster Post auf überhaupt irgendeinem Blog 🙂 Habe die Pop Tarts heute ausprobiert, hat super geklappt und bin schon gespannt wie mein Sohn die finden wird. Er liebt diese Dinger!
Liebe Grüße
Derya

· Antworten

Eva

Hallo liebe Derya und herzlich Willkommen im Land der Naschkatzen und Schleckermäuler 😀
Was für eine Ehre! Das freut mich wirklich sehr! Jetzt bin ich aber auch ganz gespannt, was dein Sohn sagt. Berichte gerne einmal davon 🙂
Hab noch eine wundervolle Zeit und mach es dir lecker!
Eva von Madame Dessert

· Antworten

Derya

Hallo Eva,
die Pop Tarts waren super lecker und ganz schell aufgegessen 🙂
Sogar meine Schwester meinte, die schmecken besser als die gekauften!!!
Liebe Grüße
Derya

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