Vegane und glutenfreie Brownies ohne Zucker – Geht das? Und wie!

Vegane und glutenfreie Brownies ohne Zucker | Madame Dessert

Vegane und glutenfreie Brownies ohne Zucker – Das gibt’s doch gar nicht! Oder etwa doch? Vor kurzem habe ich euch mein Rezept für gesunde Brownies mit roter Bete vorgestellt. Heute setzen wir dem Ganzen in Sachen »gesunde Cheats« noch einen drauf. Für diese ausgefallene Brownie Variante arbeiten wir ganz ohne Mehl, ohne Butter und Eier und ohne Kristallzucker. Du kannst dir nicht vorstellen, dass das auch noch schmeckt? Na dann scroll mal ganz schnell runter!

Falls es irgendjemand noch nicht mitbekommen haben sollte: Ich bin zur Zeit komplett im Brownie-Fieber! Ob Triple Chocolate, Peanut Butter Brownie oder Blueberry Blondie – die kleinen Schokoquadrate sind einfach komplett mein Ding. Als ich mich dann an die Herausforderung »gesunde Brownies« gemacht habe, entstand zuerst eine super saftige Variante mit roter Bete, Vollkornmehl und Kokosblütenzucker. Und ich muss sagen, ich war davon schon ziemlich begeistert.

Allerdings stellte ich mir danach die Frage, ob ich nicht ein Rezept entwickeln könnte, mit dem die kleinen Leckereien noch gesünder und trotzdem noch mindestens genau so lecker werden würden. Zuerst flog der Zucker aus der Zutatenliste und ich wollte stattdessen auf süße Datteln setzen. Auf das Mehl verzichtete ich gleich noch mit und auch Butter und Eier sollten keinen Platz mehr im neuen Rezept haben.

Was es letztendlich noch auf die Zutatenliste geschafft hat und wie meine Freunde beim Testessen auf die neue, ungewöhnliche Kreation reagierten, erfahrt ihr im Rezept.

Rezept für eine 15x15cm große Brownie Form

  • 1 Dose Kidneybohnen (255g Abtropfgewicht), die Flüssigkeit auffangen!
  • 100 g Datteln
  • 3 El geschmacksneutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl oder Maiskeimöl)
  • 2 El Wasser
  • 1 Prise Salz
  • ½ Tl Vanilleextrakt
  • 80 g Zartbitterschokolade (mind. 70% Kakaoanteil)
  • 30 g Kakao
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • ½ Tl Backpulver
  • ½ Tl Instant Espresso- oder Kaffeepulver
  • optional je nach Konsistenz 2-3 El Auffangwasser der Kidyneybohnen
  • optional für alle, die es gerne doch ein bisschen süßer hätten: 2 El Ahornsirup

Wie immer gilt: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Also fettet eure Brownie Form mit etwas Öl ein und heizt den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vor.

Die Basis meiner veganen und glutenfreien Brownies ohne Zucker ist *Trommelwirbel* eine Dose Kidneybohnen. Mit Gemüse im Dessert oder Bohnenwasser im Nachtisch habe ich ja mittlerweile schon etwas Erfahrungen gesammelt. Die kleinen Böhnchen sind allerdings zum ersten Mal in meiner Rührschüssel gelandet. Gebt die Bohnen in ein Sieb und fangt das Abtropfwasser auf. Davon benötigen wir später eventuell noch ein wenig. Hackt nun die Datteln fein und gebt sie zusammen mit den Bohnen, Öl, Wasser, eine Prise Salz und etwas Vanilleextrakt in ein hohes Rührgefäß. Püriert alles gründlich mit einem Pürierstab. Ist ein feines Mus entstanden, geht es an den nächsten Schritt.

Hackt die Schokolade in so große Stücke, wie ihr sie am Ende im Brownie haben möchtet. Ich persönlich mag es am liebsten, wenn man die Schokostückchen nach dem Backen noch erkennen kann und hacke sie deshalb nur grob. Die Schokolade eurer Wahl sollte mindestens einen Kakaogehalt von 70%, gerne auch 80%, haben. Spart hier nicht an der Qualität, denn diese spiegelt sich auch in eurem Endergebnis wieder.

Nun kommen die restlichen trockenen Zutaten gemeinsam in eine Rührschüssel und werden miteinander vermengt. Ich liebe den feinen Hauch von Kaffee in Brownies. Falls das nicht euer Ding ist, könnt ihr das Instant Espressopulver aber auch weglassen. Gebt nun das feine Bohnenmus dazu und verrührt alles zu einem glatten Teig. Sollte eure Masse zu trocken sein, könnt ihr noch zwei bis drei Esslöffel des Bohnen-Auffangwassers dazugeben. Zum Schluss noch die Schokoladenstücke unterheben und ab geht es in die vorbereitete Brownieform.

Streicht den Teig etwas glatt und gebt ihn dann für ca. 25 bis 30 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Wie bei den meisten Brownies gilt auch bei diesen: Am besten schmecken sie nach 1-2 Tagen im Kühlschrank. Dann ist die Konsistenz einfach perfekt. Außerdem lassen sie sich so auch am leichtesten in gleich große Quadrate schneiden und krümeln nicht so sehr.

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Vegane und glutenfreie Brownies ohne Zucker – Schmeckt das?

Ich muss schon zugeben, dass ich bei eigenen Rezepten nie so wirklich 100% objektiv sein kann. Deswegen habe ich in den vergangenen Wochen meine armen, armen, armen (wirklich so schrecklich armen) Freunde und Nachbarn mit der ehrenvollen Aufgabe betraut, alle meine Brownie Kreationen zu verkosten und zu bewerten. So natürlich auch diese Variante, von der sie im Übrigen vorab nicht wussten, was eigentlich drin steckt. Sie verkosteten sie also sozusagen blind und ich verriet ihnen Zutaten und Co. erst im Nachhinein.

Die größte Überraschung für mich – und für meine Testesser – war, dass niemand damit gerechnet hätte, dass es sich bei dieser Variante hier tatsächlich um die gesündeste aller Kreationen handelte. Einfach weil sie so unheimlich schokoladig, fudgy und richtig richtig lecker war. Und übrigens kein bisschen »gesund« schmeckt, was ja manchmal bei gesunden Alternativen zu bekannten Hüftvergoldern der Fall ist. Nein, sie schmecken einfach wirklich richtig toll.

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Vielleicht hast du ja auch Lust bekommen, dich an diese gesunden Brownies ohne Zucker zu wagen. Dann freue ich mich wie immer über deine Erfahrungen und Fotos ❤️

In diesem Sinne: Macht es euch lecker und ab und zu auch mal ein bisschen gesünder!
Eure Madame Dessert


Du ernährst dich vegan oder glutenfrei? Dann wirf doch auch mal einen Blick auf meine Rezepte für vegane Marshmallows ohne Gelatine, meine glutenfreien Nuss Nougat Cookies oder den glutenfreien Haselnuss Schoko Kuchen.

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